Kreuzbund: Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige.  -  www.kreuzbund-kaarst.de
(Bild: Autobahn)

Alkohol im Strassenverkehr

SCHON AB 0,2 ‰ WIRD'S KRITISCH !!!


 

ab 0,2 Promille die Bereitschaft, weiteren Alkohol zu trinken, steigt;
Verschlechterung der Konzentrationsfähigkeit und Auffassungsgabe; das Wahrnehmungsvermögen für bewegte Lichtquellen verschlechtert sich, sodass nachts die Entfernung entgegenkommender Fahrzeuge nicht mehr ausreichend sicher eingeschätzt werden kann.
     
ab 0,4 Promille die Reizbarkeit steigt an; die Raumtiefeneinschätzung ist beeinträchtigt. so dass Entfernungen und Geschwindigkeiten auch bei Tageslicht falsch eingeschätzt werden (gewagte Überholmanöver und zu geringer Abstand zu Vorausfahrenden); Verschlechterung der Bewegungskoordination beim Lenken, Bremsen, Kuppeln, Schalten und Beschleunigen.
     
ab 0,5 Promille erhöhte Risikobereitschaft, unbemerkte Veränderung des Fahrstils; Nachlassen der Empfindlichkeit der Augen für rotes Licht (Übersehen von Ampeln, Bremslichtern, Baustellen-Sicherungslampen); Objekte erscheinen weiter entfernt (Beginn einer Kurve wird falsch eingeschätzt, man fährt zu schnell hinein); deutliches Nachlassen der Aufmerksamkeit und des Reaktionsvermögens; 
     
ab 0,8 Promille Beginn der Euphorie und Enthemmung mit Überschätzung der eigenen Fähigkeiten; die Fahruntüchtigkeit wird nicht bemerkt !
     
ab 1,2 Promille drastische Verengung des Blickfeldes ("Tunnelblick"); Hell- / Dunkel-Reaktionen des Auges erheblich gestört; das Gehirn verarbeitet Informationen nur noch mangelhaft;
     
1,2 - 2,4 Promille absolute Fahruntüchtigkeit; masslose Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten;  stark verzögerte Reaktionsabläufe und Gleichgewichtsstörungen;
     
mehr als 2,4 Promille ausgeprägte Gleichgewichts- und Konzentrations-Störungen; Erinnerungsfähigkeit, Wahrnehmung und Orientierung lassen extrem nach.
     

hier geht's zu den Webseiten der AKTION

     
Auf der Flucht vor dem "Idiotentest"
 
Inserate locken Verkehrssünder mit EU-Führerscheinen
– Experten halten sie für unseriös

BRAUNSCHWEIG. "EU-Führerschein ohne Idiotentest. Für ehemalige Führerscheinbesitzer, legal und seriös", steht in der Anzeige. Locken soll sie Menschen, die ihre Fahrerlaubnis verloren haben und sich vor dem "Idiotentest" drücken möchten.

Immer häufiger versuchen Alkohol-, Tempo- und Drogensünder, sich einen Ersatzlappen im europäischen Ausland zu besorgen – vor allem in Tschechien, Polen und den Niederlanden. Wie funktioniert das?

"Wir arbeiten mit einer normalen Fahrschule in Polen zusammen", erzählt ein Unternehmer aus Gladbeck. Seinen Namen möchte er lieber nicht in der Zeitung lesen, weil er Ärger mit den Behörden fürchtet.

Für 2300 Euro besorgt er den Bewerbern die notwendige Aufenthaltsgenehmigung und den Wohnsitz in Polen, einen Notar, eine Fahrschule und ein Drei-Sterne-Hotel. Zehn Tage dauert der Kursus, inklusive Führerschein-Prüfung. Ein "Idiotentest" ist nicht nötig.

"Das ist Betrug", schimpft Thomas Rieger, Fahrlehrer aus Goslar und Berater für medizinisch-psychologische Untersuchungen. Auch Frank Waschke, Fachanwalt für Verkehrsrecht aus Wolfsburg, rät, die Finger von den Anbietern der EU-Führerscheine zu lassen. "Das Geld können die Prüflinge genauso gut im Kamin verfeuern."

Den Leuten werde vorgegaukelt, sie könnten mit dem Führerschein auch in Deutschland fahren. Ein Irrtum – zumindest wenn sie hierzulande die Auflage haben, sich der Untersuchung bei Ärzten und Psychologen erfolgreich zu stellen.

Erst kürzlich schob das Verwaltungsgericht Braunschweig dem Führerschein-Tourismus einen Riegel vor. Es urteilte: EU-Führerscheine schützen nicht vor der medizinisch-psychologischen Untersuchung.

"Vor diesem Test haben viele Angst. Es kursieren Gerüchte, 80 Prozent der Kandidaten fielen durch. Aber so hoch ist die Quote nicht", sagt Jens Meier, Leiter der Braunschweiger Fahrschule Seela.

Der Anbieter aus Gladbeck erzählt von einem Kunden, der dreimal den "Idiotentest" nicht geschafft hat – aus Pech, meint er, im Grunde grundlos. Er ist überzeugt, wer Alkoholprobleme oder ähnliches hat, bekommt auch in Polen keinen Führerschein. "Schließlich prüfen die Behörden dort die Eignung."

Quelle: www.newsklick.de vom 15.02.2006

 
 

Sie erreichen uns per eMail unter wolla.hebing@ish.de oder unter Tel. 02131 - 130308.