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KKH weist auf steigendes Alkoholrisiko bei jungen Frauen und bei Arbeitslosen hin / Weißbuch Prävention widmet sich Stress-Krankheiten und ihrer Vorbeugung

Berlin/Hannover (ots) - Die Kaufmännische Krankenkasse - KKH schlägt Alarm. Um über 75 Prozent gestiegen ist die Behandlungsrate bei Alkoholproblemen in der Altersgruppe der 15- bis unter 20-jährigen weiblichen Versicherten zwischen 2000 und 2003. Trotz der hohen Besteuerung von Alkopops und der dadurch gesunkenen Verkaufszahlen dieser Alkohol-Mixgetränke hat sich die Zahl der Krankenhausbehandlungen aufgrund akuter Intoxikation in den Jahren 2004 und 2005 bei diesem Personenkreis weiter erhöht. Wie das jetzt in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) herausgegebene zweite Weißbuch Prävention der Kaufmännischen mit dem Titel "Stress? Ursachen, Erklärungsmodelle und präventive Ansätze" ausweist, gibt es zwei Altersgruppen mit besonders auffälligen Alkoholproblemen.
Die erste Gruppe betrifft die mittleren Lebensjahre, bei Männern ab 40 bis 44 Jahren, bei Frauen ab 45 bis 49 Jahren. Die zweite Auffälligkeit liegt in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen - und sie ist bei weiblichen Jugendlichen besonders markant. Arbeitslosigkeit und die damit verbundenen Stressfaktoren sind Hauptursache für Alkoholprobleme. Die KKH-Daten weisen aus: bei arbeitslosen Männern und Frauen werden im Vergleich zu Berufstätigen 20 bzw. neun Mal häufiger Störungen durch Alkohol diagnostiziert.
Vorstandsvorsitzender Ingo Kailuweit betont: "Von Stress (mit)verursachten psychosomatischen Gesundheitsbeschwerden, psychischen Störungen sowie Alkoholproblemen sind nicht nur Erwachsene mittleren Lebensalters betroffen, sondern auch Kinder und Jugendliche." Gleichzeitig sei Arbeitslosigkeit ein ganz entscheidendes Gesundheitsrisiko. "Eine höhere Steuer auf alle alkoholischen Getränke würde den Konsum eindämmen. Mit den zusätzlichen Steuermitteln könnte dem Alkoholismus und generell den modernen Suchtgefahren wirksamer als bisher begegnet werden." Eine höhere Alkoholsteuer muss nach Ansicht von Kailuweit mit weiteren Aufklärungskampagnen sowie einer kritischeren Einstellung zum Alkohol in unserer Gesellschaft insgesamt einhergehen.  

Quelle:  Kaufmännische Krankenkasse - KKH vom 25.04.2006
 

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