Kreuzbund: Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige.  -  www.kreuzbund-kaarst.de
(Bild: Tablettenpackung)

Tablettensucht - wie wird man abhängig ?

Unser Alltag besteht zu einem großen Teil aus der Bewältigung von Belastungen und Anforderungen. Nicht immer fühlen wir uns den Aufgaben gewachsen, der Griff zur Tablette – zur Beruhigung oder als Stimmungsheber – erscheint manchen Menschen als Rettungsanker.

(Bild: bunte Pillen)

 Wer jedoch regelmäßig zu Medikamenten greift, setzt sich 
 der Gefahr aus, abhängig zu werden.

 
Oft sind es die Ärzte, die den Grundstein zu einer 
 Medikamentensucht legen. Nicht alle weisen beim Ausfüllen des
 Rezeptblocks auf die mögliche Suchtgefahr bei einzelnen
 Präparaten hin. Dabei sollte die Aufklärung über unerwünschte
 Wirkungen sowie Nebenwirkungen von Medikamenten
 selbstverständlich sein.

Zahlreiche Medikamente gibt es auch rezeptfrei in der Apotheke zu kaufen. Seit das Arzneimittelbudget limitiert ist, steigt der Trend zur Selbstmedikation. Doch nicht alles, was es rezeptfrei zu kaufen gibt, ist harmlos.

Der Weg in die Abhängigkeit
Der Prozess des Abhängigwerdens verläuft schleichend. Der Missbrauch beginnt dort, wo ein Medikament über die Verordnung hinaus eingenommen wird. Das heißt, über einen längeren Zeitraum oder in einer höheren Dosis, als vom Arzt oder Apotheker empfohlen.

Wenn schließlich nicht mehr die ursprüngliche Erkrankung, sondern das Bedürfnis nach Betäubung oder nach gesteigertem Wohlbefinden im Vordergrund stehen, sollten sich Betroffene die Gefahr einer Abhängigkeit ehrlich eingestehen. In diesen Fällen ist eine Therapie anzuraten.

Besonders heikel ist die Einnahme von Substanzen, die die Wahrnehmung dämpfen; hierzu zählen Schlafmittel und Tranquilizer. Ihre Wirkung verkehrt sich langfristig ins Gegenteil. Die Folgen sind Unruhe, Angst und Schlafstörungen, die dann oft mit einer noch höheren Dosis bekämpft werden. Auch aus diesem Teufelskreis findet man nur mit professioneller Hilfe heraus.

Tablettensucht wird oft zu spät erkannt

Der Weg in die Medikamentenabhängigkeit verläuft schleichend und unauffällig.
Oft bemerken nicht einmal die Angehörigen die Sucht. Erst wenn es – häufig nach jahrelangem Missbrauch – zu Ausfällen in Beruf und Privatleben kommt und der Alltag nicht mehr bewältigt werden kann, wird die Abhängigkeit offenbar.


                                Quelle: http://www.lifeline.de/cda/page/center/0,2845,8-4096,00.html

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